TRUMPF
CFO TRUMPF Laser- und Systemtechnik SE
Leitung des Sales- und Service-Controllings in der Lasertechnik-Division mit Fokus auf Aufbau einer effizienten Vertriebsorganisation und Optimierung der Profitabilität weltweit
Consulting & Business Analytics (hieß früher: Business & Process Management)
Jahrgang 2019 (Studienbeginn)
TRUMPF
Über seinen Werdegang
Lukas Grabinat startete seine Karriere bei TRUMPF im Jahr 2017 im Finanzbereich als Controller. Parallel dazu entschied er sich für den berufsbegleitenden Master Consulting and Business Analytics an der Knowledge Foundation. Im Anschluss an seine Tätigkeit im Controlling wechselte er für knapp drei Jahre in den Bereich Internal Audit, wo er weltweit Audits leitete und an verschiedenen internationalen Standorten Finanz-, Compliance- sowie organisatorische Prozesse prüfte.
Von 2022 bis Juni 2025 übernahm er die Rolle des Chief Financial Officer für TRUMPF in Ungarn und verantwortete dort die kaufmännische Leitung der Tochtergesellschaften in Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Zusätzlich leitete er ab 2024 ein gruppenweites Projekt zur Reorganisation des Finanzbereichs innerhalb der TRUMPF-Gruppe.
Nach drei erfolgreichen Jahren in Ungarn kehrte er im Juli 2025 nach Deutschland zurück und übernahm als Global Business Partner Sales & Service für die Lasertechnik-Division eine neue strategische Funktion. In dieser Rolle verantwortet er das Sales- und Service-Controlling der Division und arbeitet eng mit dem Vertrieb sowie den weltweiten Tochtergesellschaften daran, eine effiziente Vertriebsorganisation weiterzuentwickeln und die Profitabilität der Produkte nachhaltig zu optimieren.
Im Interview
Erhalte weitere Einblicke in Studium, Karriere und persönliche Learnings von Lukas Grabinat.
Das berufsbegleitende Masterprogramm war ein entscheidender Baustein für meine persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Es hat mir geholfen, über den Tellerrand meiner bisherigen Tätigkeit hinauszublicken und ein tieferes, strategisches Verständnis für unternehmerische Zusammenhänge zu entwickeln.
Die Auseinandersetzung mit neuen Denkweisen und die anspruchsvollen Inhalte haben mein Fachwissen erweitert, und meine Fähigkeit geschärft, komplexe Herausforderungen zu meistern. Letztendlich hat mir das Studium auch das nötige Selbstvertrauen gegeben, um den nächsten Karriereschritt zu wagen und größere Verantwortung in einer internationalen Führungsposition zu übernehmen.
Die Entscheidung für den Master in Consulting and Business Analytics war ein sehr gezielter Schritt. In meiner damaligen Rolle als Controller bei TRUMPF hatte ich bereits angefangen mit Data Analytics zu arbeiten und habe gemerkt, wie viel Potenzial in datengestützten Entscheidungen steckt.
Ich wollte dieses Wissen vertiefen und habe deshalb nach einem Programm gesucht, das die Brücke zwischen tiefgehender Datenanalyse und direkter praktischer Anwendung im Unternehmen schlägt. Mir war es besonders wichtig, die neuen Fähigkeiten sofort im Beruf anwenden zu können. Das Studium hat mir genau das ermöglicht und war die perfekte Vorbereitung für meine weiteren Karriereschritte.
Das Besondere für mich war die unmittelbare Verknüpfung von Theorie und Praxis. Wir haben nicht nur theoretische Konzepte gelernt, sondern diese direkt in Fallstudien und Projekten angewendet. Besonders wertvoll war dabei die enge Zusammenarbeit mit meinen Mitstudierenden, die aus unterschiedlichen Branchen und Positionen kamen. Gepaart mit erstklassigen Dozierenden, die ihre Praxiserfahrung authentisch vermittelt haben, entstand eine Lernumgebung, die mich optimal auf die komplexen Herausforderungen im Berufsleben vorbereitet hat.
Meine bisher größte berufliche Herausforderung war definitiv der Schritt ins Ausland und die Übernahme der CFO-Rolle für TRUMPF in Ungarn und Süd-Ost-Europa. Es war der Wechsel von einer Expertenfunktion in eine Führungsposition mit P&L-Verantwortung für drei Länder, gepaart mit einem Sprung in ein neues kulturelles Umfeld in Ungarn.
Einen konkreten Fehler würde ich es nicht nennen, aber es gab einen wichtigen Lerneffekt in meiner Herangehensweise an Projekte. Früher war mein Instinkt oft, die perfekte 100%-Lösung zu entwickeln, die jeden denkbaren Aspekt abdeckt. Ich habe gelernt, dass oft bereits 80 Prozent einer Lösung ausreichen, um die entscheidenden Insights zu gewinnen und einen echten Mehrwert zu schaffen. Meine Philosophie heute ist daher, lieber eine pragmatische und agile Lösung schnell an den Start zu bringen und diese dann bei Bedarf schrittweise zu optimieren. Dieser Wandel im Denken hin zu mehr Geschwindigkeit und Nutzenorientierung war ein enorm wichtiger Schritt für mich.
Die berufsbegleitende Studienzeit war ohne Frage intensiv und erforderte ein hohes Maß an Disziplin, aber sie war auch unglaublich bereichernd.
Am wertvollsten war für mich der persönliche Austausch mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Man konnte theoretische Konzepte direkt an den realen Herausforderungen aus den verschiedenen Firmen spiegeln. Dieser direkte, persönliche Austausch ist durch nichts zu ersetzen. Dieses Netzwerk und die geteilten Erfahrungen sind das, woran ich am liebsten zurückdenke.
Übernehmt Verantwortung: Nehmt Aufgaben, die euch übertragen werden, aktiv an und sucht nach Wegen, sie bestmöglich umzusetzen. Zeigt nicht nur Probleme auf, sondern erarbeitet proaktiv Lösungsvorschläge. Das zeigt Initiative und den Willen, Dinge voranzutreiben.
Nutzt das Netzwerk aktiv: Eure Kommilitonen sind eine eurer wertvollsten Ressourcen. Tauscht euch intensiv aus, lernt von den Erfahrungen der anderen und baut Beziehungen auf, die über das Studium hinaus Bestand haben.
Meistert den Umgang mit Daten: Nutzt das Studium, um eure analytischen Fähigkeiten zu verbessern. Das wird euch, gerade auch im Hinblick auf die Anwendung von Künstlicher Intelligenz, Türen öffnen und in jeder Branche einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
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